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Konjunkturbericht der Metropolregion Hamburg I/2017

Geschäftserwartungen der Firmen steigen wieder

Im Frühjahr 2017 hat sich die Stimmung der Wirtschaft in der Metropolregion Hamburg aufgehellt: Die befragten Firmen bewerten ihre aktuelle Lage besser als im Vorjahresquartal. Die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr bleiben auf Vorjahresniveau mit zuletzt positiver Tendenz. Optimistisch fällt auch die Prognose für die Personal und Investitionspläne aus.

 

Für die gesamte Metropolregion geltend liegt das Geschäftsklima, ein Mittelwert aus aktueller und künftiger Geschäftslage, bei 119,2 Punkten und damit faktisch auf Vorjahresniveau (I. Quartal 2016: 118,1 Punkte). Mit 135,2 Punkten erzielt Mecklenburg- Vorpommern das beste Ergebnis und setzt damit seinen Erfolgskurs fort: Schon im Frühjahr 2016 lag das Land mit über sieben Prozentpunkten über dem Durchschnittswert. Die Klimawerte der einzelnen Branchen sind weitgehend gleichbleibend im Vergleich zum Vorjahr.

Die aktuelle Geschäftslage hat sich aus Sicht der Wirtschaft verbessert: Bewerteten im Frühjahr 2016 36,9 Prozent der befragten Firmen ihre eigene Geschäftslage mit "gut" und 10,2 Prozent mit "schlecht" (Saldo: +26,7), wächst nun die Positivbewertung auf 41,6 Prozent bei leicht sinkender Negativnote auf 9,1 Prozent (Saldo: +32,5).

Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate fallen im Vergleich zur Vorjahresbefragung positiver aus. 22,5 Prozent der Unternehmen schätzen ihre künftige Geschäftslage "eher günstiger" und 15,2 Prozent "eher ungünstiger" ein (Saldo: +7,3). Im Frühjahr 2016 lag der positive Wert bei 27,8 Prozent, der negative bei 17,8 Prozent (Saldo: +10,0). Gegenläufig sind die Ergebnisse aus Schleswig-Holstein. Hier steigt die Negativerwartung von 15,3 Prozent (Frühjahr 2016) auf aktuell 18,7. In Relation zu den Positiverwartungen ergibt sich für das betrachtende Quartal ein Saldo von +4,1 (Vorjahresquartal: +12,9).

 

Die Konjunkturergebnisse für die einzelnen Wirtschaftszweige fallen im allgemeinen optimistisch aus. Nur im Baugewerbe geht man von einer Verschlechterung aus: Die Zahl der Negativeinschätzungen steigt im Vergleich zum Vorjahresquartal von 8,7 auf 12,6 Prozent bei sinkender Positiverwartung (21,0 Prozent im ersten Quartal 2016 auf nun 18,9 Prozent). Damit halbiert sich fast der Saldo der Vorjahresbefragung von einst +12,3 auf nun +6,3.

 

Stabil hingegen sind die Firmenaussagen zur eigenen Personalplanung: 17,2 Prozent rechnen mit einer wachsenden Personaldecke, 12,2 Prozent gehen von einer Senkung aus (Saldo: +5,0). Besonders optimistisch blicken Unternehmen des Verarbeiteten Gewerbes in die Zukunft: 18,5 Prozent erwarten steigende Mitarbeiterzahlen. Das sind vier Prozentpunkte mehr im Vergleich zur Vorjahresbefragung.

 

Die inländischen Investitionspläne bleiben wie bei der Umfrage vor einem Jahr auf hohem Niveau. Vor allem Schleswig-Holstein rechnet mit zunehmenden Investitionsausgaben. Der Wert hier klettert um 9,8 Prozentpunkte auf 32,0 Prozent. Eine Negativentwicklung erwarten 17,3 Prozent (Saldo I. Quartal 2017: +14,7). Mecklenburg-Vorpommern ist verhaltener: der Aussagenwert "zunehmende Investitionsausgaben" sinkt im Vorquartalsvergleich von 34,5 auf 26,0 Prozent. Von einer Investitionsreduzierung gehen aktuell 19,7 Prozent der Befragten aus – ein Minus von 4,8 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

 

Seit Mitte 2016 verbessern sich die Exportaussichten im allgemeinen und in Mecklenburg-Vorpommern im besonderen. Hier erwarten 35,6 Prozent der Betriebe zunehmende Exportgeschäfte, mit sinkenden rechnen 6,4 Prozent (Saldo: +29,2; Vorjahresquartal +11,8).

Geschäftsklimaindex nach Handwerksgruppen

Die Bauwirtschaft bleibt auch im Frühjahr 2017 ein Konjunkturmotor in der Metropolregion Hamburg. Im Ausbauhandwerk klettert der Geschäftsklimaindex gegenüber dem Vorjahr um sechs Punkte auf 146 Punkte. Auch im Bauhauptgewerbe konnte das Stimmungsbarometer nochmals um drei Punkte zulegen und liegt nun bei 144 Punkten. Einen deutlichen Anstieg um neun auf 146 Punkte verzeichnen die Nahrungsmittelhandwerke wie etwa Fleischer, Bäcker und Konditoren.

 

In den Handwerksbetrieben für den gewerblichen Bedarf, die oftmals als Zulieferer für die Industrie tätig sind, bleibt der Geschäftsklimaindex bei 130 Punkten. Es folgen die Gesundheitshandwerke mit 125 Punkten (drei Punkte weniger) und, mit jeweils 124 Punkten gleichauf, das Kraftfahrzeughandwerk und die Personenbezogenen Dienstleistungshandwerke. Während sich das Geschäftsklima in den Kraftfahrzeugbetrieben jedoch leicht verschlechtert hat, ist die Stimmung bei Dienstleistern wie Friseuren, Maßschneidern oder Uhrmachern besser als im Vorjahr.

Handwerk in den Teilregionen

Der Bauboom, eine hohe Beschäftigung und steigende Einkommen sorgen in allen vier Teilregionen der Metropolregion Hamburg für eine Spitzenkonjunktur im Handwerk. Im mecklenburgvorpommerschen Gebiet liegt der Geschäftsklimaindex am höchsten, was sich zum Teil durch einen anderen Abfragemodus erklärt.

 

Am deutlichsten steigt das Stimmungsbarometer im niedersächsischen Gebietsteil. In der gesamten Metropolregion Hamburg sind die Zukunftserwartungen der befragten Handwerksbetriebe ausgesprochen positiv.

Hinweis zu HWKs-Befragungen

Die Bereiche der Handwerkskammern sind – bis auf den Kammerbezirk Hamburg – jeweils größer als die Bereiche, die der Metropolregion Hamburg zugeordnet sind. Aus dem Kammerbezirk Flensburg zählt nur der Landkreis Dithmarschen. Da die Anzahl der an der Konjunkturumfrage beteiligten Betriebe im Landkreis Dithmarschen nicht repräsentativ ist, sind diese Zahlen im Konjunkturbarometer für die Metropolregion Hamburg nicht enthalten. Umgekehrt ergeben sich Abweichungen durch die "zusätzlichen" Daten des Landkreises Plön (Kammerbezirk Lübeck), des Landkreises Güstrow, des Gebietsteils Parchim des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der kreisfreien Stadt Schwerin (Kammerbezirk Schwerin) sowie der Landkreise Osterholz, Verden und Celle (Kammerbezirk Braunschweig-Lüneburg-Stade; gilt nur für Vergangenheitswerte, ab 3. Quartal 2014 trennscharfe Abgrenzung des niedersächsischen Teils der Metropolregion). Diese Abweichungen spielen für die grundsätzliche Abbildung der Handwerkskonjunktur in der Metropolregion keine wesentliche Rolle.

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