Sie möchten Mitglied werden?

Die Initiative pro Metropolregion Hamburg e.V. steht grundsätzlich allen Gemeinden, Kreisen und Landkreisen der Metropolregion Hamburg, Einzelgewerkschaften und Einzelverbänden sowie Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsförderern, regionalen Netzwerken und Clusterinitiativen mit Bezug zur Metropolregion offen.

Jetzt Mitgliedsantrag downloaden

KonjunkturbarometerSie sind hier:

Konjunkturbericht der Metropolregion Hamburg I/2018

Gute Konjunktur bei teils abschwächenden Erwartungen

Im Frühjahr 2018 beurteilen die befragten Unternehmen der Metropolregion Hamburg ihre wirtschaftliche Situation weiterhin als günstig. Im Vergleich zum Vorjahresquartal haben sich die Einschätzungen kaum verändert. Die Aussichten auf die zukünftigen Geschäftserwartungen bleiben auf Vorjahresniveau mit zuletzt zunehmender Tendenz, hingegen sind die Beurteilungen zu den Exportaussichten verhalten.

 

Der Geschäftsklimaindikator für die gesamte Metropolregion, ein Mittelwert aus Einschätzungen von aktueller und künftiger Geschäftslage, verbleibt mit 119,1 Punkten auf Vorjahresniveau (I. Quartal 2017: 119,2 Punkte). Nach wie vor wird in Mecklenburg-Vorpommern das Geschäftsklima am besten bewertet, es beträgt derzeit 136,1 Punkte.

Die aktuelle Geschäftslage ist für die Mehrheit der Befragten (50,3 %) „befriedigend“. Während 41,1 % ihre Lage als „gut“ einstufen, ist diese für 8,6 % der Unternehmen „schlecht“. Der sich hieraus ergebene Saldo von +32,5 ist zwar immer noch klar positiv, liegt aber sichtlich unter dem Wert der vorherigen drei Quartale (Vorquartal: +38,3). Überdurchschnittlich zufrieden sind aktuell unternehmensbezogene Dienstleister und das Baugewerbe.

Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate sind gegenüber dem Vorjahresquartal geringfügig gesunken (Saldo: +7,1; Vorquartal: +10,9; Vorjahresquartal: +7,3). 22,4 % der Unternehmen schätzen ihre künftige Geschäftslage „eher günstiger“ und 15,3 % „eher ungünstiger“ ein. Die vergleichsweise schwächsten Erwartungen haben aktuell die befragten Unternehmen aus Hamburg (Saldo: +4,2; 21,0 % „eher günstiger“, 16,8 % „eher ungünstiger“). Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern weisen dagegen einen Überhang optimistischer Erwartungen aus (Saldo: +17,6; 23,8 % „eher günstiger“, 6,2 % „eher ungünstiger“).

 

Zu den Branchen, in denen eher getrübte Geschäftsentwicklungen in den kommenden zwölf Monaten zu erwarten sind, zählen der Einzelhandel (Saldo: -14,7) sowie der Großhandel (Saldo: -2,1) in der Metropolregion Hamburg. In der Baubranche dagegen stieg der Index mit 142,4 Punkten auf ein neues Rekordhoch. Auch auf die kommenden Monate blickt die Baubranche optimistisch (Saldo: +24,5).

Die Personalplanungen der antwortenden Unternehmen sind weiterhin expansiv: 20,9 % rechnen mit einer Erhöhung ihres Personalbestandes, 10,4 % mit einer Senkung (Saldo: +10,5). Beschäftigungszuwächse sind insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe zu erwarten: 25,1 % rechnen mit steigenden Mitarbeiterzahlen (Saldo: +14,5; Vorjahresquartal: +10,5).

Die Investitionspläne entwickeln sich weiterhin dynamisch (Saldo: +19,0; Vorquartal: +24,0; Vorjahresquartal: +13,1) und liegen weiterhin auf einem höheren Niveau als die Personalplanungen. 32,2 % der antwortenden Unternehmen haben vor, ihre Investitionen im Inland in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen, 13,2 % beabsichtigen geringere Ausgaben. Über die Hälfte (54,6 %) der Unternehmen möchten zumindest unverändert investieren.

 

Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern rechnen die befragten Unternehmen mit zusätzlichen Investitionen (Saldo: +34,0) in den kommenden zwölf Monaten.

 

 

Die Exportaussichten sind verhaltener. Für die kommenden zwölf Monate erwarten ein Drittel der antwortenden Unternehmen ein zunehmendes und 13,8 % ein abnehmendes Exportgeschäft (Saldo: +15,9; Vorquartal: +23,6; Vorjahresquartal: +20,0). Der Rückgang der Exportaussichten ist insbesondere auf die Erwartungen der Dienstleistungsbranche zurückzuführen (Saldo: +4,4; Vorquartal: +23,5; Vorjahresquartal: +23,4).

 

 

Handwerk im Fokus

Geschäftslage im Handwerk der Metropolregion Hamburg

Der Konjunkturboom im Handwerk der Metropolregion Hamburg setzt sich fort. Der von den Handwerkskammern errechnete Geschäftsklimaindex liegt mit 140 Punkten nochmals um zwei Punkte über dem Vorjahreswert. Über 90 % der befragten Handwerksunternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend.

 

Mit Optimismus schaut das Handwerk in die nahe Zukunft: 40 % der befragten Handwerksbetriebe erwarten für die kommenden Monate, dass sich ihre Geschäftslage verbessern wird. 57 % gehen von einer gleich bleibenden Entwicklung aus, nur 3 % erwarten eine Verschlechterung.

 

 

Weitere Konjunkturindikatoren im Überblick

Während die Handwerksbetriebe saisonbedingt Umsatzrückgänge im ersten Quartal meldeten, blieben Beschäftigung und Investitionstätigkeit annähernd stabil. Steigende Kosten, höhere Einkaufspreie und die hohe Nachfrage nach Handwerksleistungen sorgten für höhere Verkaufspreise. Der Auftragsbestand hat sich bereits im ersten Quartal erhöht. Für die kommenden Monate erwarten die befragten Handwerksbetriebe deutlich höhere Auftragsbestände und steigende Umsätze. Auch eine positive Beschäftigungsentwicklung dürfte damit einhergehen.

Geschäftsklimaindex nach Handwerksgruppen

Im Ausbauhandwerk legt der Geschäftsklimaindex nochmals um zwei Punkte zu und erreicht im Frühjahr 2018 mit 148 Punkten den höchsten Wert aller sieben Handwerksgruppen. Im Bauhauptgewerbe ist ein Rückgang um vier Punkte festzustellen, der Geschäftsklimaindex liegt nun bei nach wie vor hohen 140 Punkten. Mit einem deutlichen Zuwachs von zehn Punkten werden bei den Handwerksbetrieben für den gewerblichen Bedarf, die vielfach als Zulieferer für die Industrie tätig sind, nun ebenfalls 140 Punkte erreicht. Bei den Nahrungsmittelhandwerken (Fleischern, Bäcker und Konditoren) geht der Geschäftsklimaindex um 14 Punkte zurück und erreicht 132 Punkte.

Ein deutlich verbessertes Geschäftsklima um sieben bzw. sechs Punkte melden die Kraftfahrzeughandwerke (131 Punkte), die Gesundheitshandwerke (131 Punkte) und die Dienstleistungshandwerke, darunter zum Beispiel Friseure, Fotografen oder Uhrmacher (130 Punkte).

Handwerk in den Teilregionen der Metropolregion Hamburg

 

Ein deutlich verbessertes Geschäftsklima um sieben bzw. sechs Punkte melden die Kraftfahrzeughandwerke (131 Punkte), die Gesundheitshandwerke (131 Punkte) und die Dienstleistungshandwerke, darunter zum Beispiel Friseure, Fotografen oder Uhrmacher (130 Punkte).

 

 

 

Zur Befragung

Die Handelskammer Hamburg, IHK Flensburg, IHK zu Kiel, IHK zu Lübeck, IHK Lüneburg-Wolfsburg, IHK zu Schwerin sowie IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum führen regelmäßig zum Quartalsende Konjunkturbefragungen bei ihren Mitgliedsunternehmen durch (bei der IHK zu Schwerin nicht im zweiten Quartal eines Jahres). An der Befragung zum ersten Quartal 2018 haben 1.326 Unternehmen mit Sitz in der Metropolregion Hamburg teilgenommen. Konjunkturauswertungen einzelner Industrie- und Handelskammern sind unter anderem erhältlich unter: www.dihk.de/konjunktur

Methodische Hinweise

Die Bereiche der Handwerkskammern sind – bis auf den Kammerbezirk Hamburg – jeweils größer als die Bereiche, die der Metropolregion Hamburg zugeordnet sind. Aus dem Kammerbezirk Flensburg zählt nur der Landkreis Dithmarschen. Da die Anzahl der an der Konjunkturumfrage beteiligten Betriebe im Landkreis Dithmarschen nicht repräsentativ ist, sind diese Zahlen im Konjunkturbarometer für die Metropolregion Hamburg nicht enthalten. Umgekehrt ergeben sich Abweichungen durch die "zusätzlichen" Daten des Landkreises Plön (Kammerbezirk Lübeck), des Landkreises Güstrow, des Gebietsteils Parchim des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der kreisfreien Stadt Schwerin (Kammerbezirk Schwerin) sowie der Landkreise Osterholz, Verden und Celle (Kammerbezirk Braunschweig-Lüneburg-Stade; gilt nur für Vergangenheitswerte, ab 3. Quartal 2014 trennscharfe Abgrenzung des niedersächsischen Teils der Metropolregion). Diese Abweichungen spielen für die grundsätzliche Abbildung der Handwerkskonjunktur in der Metropolregion keine wesentliche Rolle.

Konjunkturberichte
der Metropolregion

TechSearch

Anstehende Veranstaltungen

05.12.2018

Vorstandssitzung der IMH

05.12.2018

Mitgliederversammlung der IMH

Fragen, Anregungen, Wünsche, Kritik

 

 

 

IMH-Geschäftsstelle

Stefanie Gotthardt

040 / 36138-303

info(at)pro-metropolregion-hh.de

Gründungsmitglieder