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Konjunkturbericht der Metropolregion Hamburg III/2017

Aktuelle Geschäftslage weiterhin günstig

Im Herbst 2017 schätzen die befragten Unternehmen der Metropolregion Hamburg das Geschäftsklima weiterhin positiv ein, obgleich minimal schlechter als im I. Quartal. Insgesamt wird die aktuelle Geschäftslage als günstig bewertet, die zukünftige Geschäftslage hingegen wird nicht mehr ganz so optimistisch bewertet wie im Frühjahr 2017.

 

Der Geschäftsklimaindikator der Metropolregion Hamburg (Mittelwert aus Beurteilungen der gegenwärtigen und künftigen Geschäftslage) liegt bei 118,3 Punkten und ist gegenüber dem I. Quartal um 0,9 Punkte geringfügig gesunken (I. Quartal 2017: 119,2 Punkte). Diese Abschwächung ist auf schlechtere Bewertungen der künftigen Geschäftslage zurückzuführen. Lediglich im schleswig-holsteinischen und mecklenburg-vorpommerschen Teil der Metropolregion ist das Geschäftsklima aktuell auf einem höheren Niveau. Der Geschäftsklimaindex von Schleswig-Holstein liegt bei 124,8 Punkten (I. Quartal: 119,2 Punkte) und in Mecklenburg-Vorpommern beträgt der Klimaindex 130,6 Punkten (I. Quartal: 135,2 Punkte).

Die aktuelle Geschäftslage bewerten 42,9 % der Befragten als „gut“, 7,8 % als „schlecht“ (Saldo: Herbst: +35,1; I. Quartal: +32,5) und 49,3 % als „befriedigend“.

Die Erwartungen zur Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten fallen etwas weniger optimistisch aus. Nur noch 18,7 % der Umfrageteilnehmer gehen von „eher günstigeren“ Geschäftsentwicklungen aus; im I. Quartal waren es noch 22,5 %. Einen „eher ungünstigeren“ zukünftigen Geschäftsverlauf erwarten 15,1 % der Unternehmen (15,2 % im I. Quartal). Aus dem Vergleich der positiven und der negativen Einschätzungen ergibt sich ein Saldo von +3,6; im I. Quartal lag der Saldo noch bei +7,3.

Die vergleichsweise schwächsten Erwartungen haben aktuell die befragten Unternehmen aus Niedersachsen (Saldo: +0,3; 17,9 % „eher günstiger“; 17,6 % „eher ungünstiger“). Unternehmen aus Schleswig-Holstein weist dagegen einen Überhang optimistischer Erwartungen aus (Saldo: +10; 22,9 % „eher günstiger; 12,9 % „eher ungünstiger“). Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate sind in den Branchen Handel (Saldo:- 4,1), Einzelhandel (Saldo: -5,3) und Großhandel (Saldo: -3,5) getrübt. Dagegen stieg in der Baubranche der Index auf ein neues Rekordhoch und beträgt 130,3 Punkten. Die Baubranche blickt zudem optimistisch auf die kommenden Monate (Saldo +5,2).

Die Personalplanungen der befragten Unternehmen bleiben weiterhin expansiv. Zum Ende des III. Quartals 2017 streben 20,8 % der der befragten Unternehmen eine Erhöhung ihres Personalbestandes in den kommenden zwölf Monaten an, während 12,8 % mit einer Reduzierung rechnen (Saldo: +8,0; I. Quartal: +5,0; Vorjahresquartal: +3,7).

Seit vier Quartalen steigen die inländischen Investitionspläne kontinuierlich und liegen auf einem höheren Niveau als die Personalplanungen. 31,9 % der Unternehmen planen zusätzliche Investitionen in den kommenden zwölf Monaten und über die Hälfte (54,7%) der Unternehmen möchten zumindest unverändert investieren. Nur 13,5 % der Unternehmen möchten bei den Investitionen sparen (Saldo: +18,4; I. Quartal: +13,1; Vorjahresquartal: +10,9).

Die Exportaussichten der befragten Unternehmen haben sich im Vergleich zum I. Quartal kaum verändert (Saldo: +19,7; I. Quartal: +20,0). Die Bewertung von exportierenden Dienstleitern (Saldo:+22,3) fallen besser aus als bei Unternehmen
des Verarbeitenden Gewerbes (Saldo:+19,7).

Handwerk im Fokus

Geschäftslage im Handwerk der Metropolregion Hamburg
Das Konjunkturhoch im Handwerk der Metropolregion Hamburg hält an. Der von den Handwerkskammern errechnete Geschäftsklimaindex legt gegenüber dem Vorjahr um vier Punkte zu und erreicht mit 143 Punkten einen neuen Höchstwert. 95 Prozent der befragten Handwerksunternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend. Unter diesen sind sogar 60 Prozent, die zu der Bewertung kommen: Unsere aktuelle Geschäftslage ist gut.
Die Aussichten im Handwerk sind auch für die kommenden Monate glänzend: 38 Prozent der befragten Handwerksbetriebe erwarten, dass sich ihre Geschäftslage verbessern wird, weitere 56 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus. Eine Verschlechterung erwarten nur sechs Prozent.

Weitere Konjunkturindikatoren im Überblick

Umsatz, Auftragsbestand und Beschäftigung – alle aktuellen Konjunkturindikatoren für das Handwerk in der Metropolregion Hamburg zeigen nach oben. Durch die hohe Nachfrage nach Handwerksleistungen und steigende Einkaufspreise erhöhten sich auch die Verkaufspreise. Die Investitionstätigkeit blieb im dritten Quartal 2017 stabil, dürfte in naher Zukunft aber leicht zurückgehen. Bei den anderen Indikatoren blicken die Betriebe weiterhin zuversichtlich nach vorn.

Geschäftsklimaindex nach Handwerksgruppen

Unter den sieben Handwerksgruppen bleibt das Ausbauhandwerk mit einem Geschäftsklimaindex von 151 Punkten auch im Herbst 2017 Spitzenreiter der konjunkturellen Entwicklung in der Metropolregion Hamburg. Auch im Bauhauptgewerbe wird mit 144 Punkten ein hoher Wert erreicht. Einen deutlichen Anstieg um 19 auf 147 Punkte verzeichnen die Handwerksbetriebe für den gewerblichen Bedarf, die oftmals als Zulieferer für die Industrie tätig sind. Bei Nahrungsmittelhandwerken wie Fleischern, Bäckern und Konditoren geht das Stimmungsbarometer um neun auf 138 Punkte zurück. Ähnlich die Entwicklung bei den Gesundheitshandwerken, wo der Geschäftsklimaindex um zehn auf 129 Punkte sinkt. Bei Dienstleistern wie Friseuren, Maßschneidern oder Uhrmachern verbessert sich die Stimmung, der Index steigt um sechs auf 133 Punkte. Im Kraftfahrzeughandwerk erreicht der Geschäftsklimaindex 124 Punkte, acht Punkte mehr als im Vorjahr.

Handwerk in den Teilregionen der Metropolregion Hamburg
Für das Gebiet der Hansestadt Hamburg liegen für das dritte Quartal 2017 keine Daten zur Handwerkskonjunktur vor, es ist jedoch eine ähnlich gute wirtschaftliche Entwicklung wie im Handwerk der anderen Teilregio-nen zu vermuten. Dort zeigen alle aktuellen und in die Zukunft gerichteten Konjunkturindikatoren mit Ausnahme der Investitionen deutlich nach oben.

Hinweis zu HWKs-Befragungen

Die Bereiche der Handwerkskammern sind – bis auf den Kammerbezirk Hamburg – jeweils größer als die Bereiche, die der Metropolregion Hamburg zugeordnet sind. Aus dem Kammerbezirk Flensburg zählt nur der Landkreis Dithmarschen. Da die Anzahl der an der Konjunkturumfrage beteiligten Betriebe im Landkreis Dithmarschen nicht repräsentativ ist, sind diese Zahlen im Konjunkturbarometer für die Metropolregion Hamburg nicht enthalten. Umgekehrt ergeben sich Abweichungen durch die "zusätzlichen" Daten des Landkreises Plön (Kammerbezirk Lübeck), des Landkreises Güstrow, des Gebietsteils Parchim des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der kreisfreien Stadt Schwerin (Kammerbezirk Schwerin) sowie der Landkreise Osterholz, Verden und Celle (Kammerbezirk Braunschweig-Lüneburg-Stade; gilt nur für Vergangenheitswerte, ab 3. Quartal 2014 trennscharfe Abgrenzung des niedersächsischen Teils der Metropolregion). Diese Abweichungen spielen für die grundsätzliche Abbildung der Handwerkskonjunktur in der Metropolregion keine wesentliche Rolle.

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