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Konjunkturbericht der Metropolregion Hamburg III/2018

Leicht getrübte Stimmung

Im Herbst 2018 ist die Stimmung in vielen Branchen der Metropolregion Hamburg nicht mehr ganz so gut wie noch im Frühjahr. Bei den befragten Unternehmen haben sich insbesondere deren Beurteilungen zur aktuellen und zukünftigen Geschäftslage sowie deren Exportaussichten deutlich eingetrübt. Die Investitionsbereitschaft und die Personalplanungen bleiben auf einem hohen Niveau.

 

Der Geschäftsklimaindikator für die gesamte Metropolregion, ein Mittelwert aus Beurteilungen der gegenwärtigen und künftigen Geschäftslage, verzeichnet zum Ende des III. Quartals 114,3 Punkte. Dieser Wert entspricht einer leichten Abkühlung des Klimas um 4,8 Punkte gegenüber der im Frühjahr 2018 durchgeführten Befragung (I. Quartal 2018: 119,1 Punkte). Lediglich im schleswig-holsteinischen und mecklenburg-vorpommerschen Teil der Metropolregion Hamburg ist das Geschäftsklima aktuell auf einem höheren Niveau (117,2 Punkte und 124,8 Punkte), wenn auch niedriger als in den Vorquartalen. Überdurchschnittlich ist der Geschäftsklimaindex in der Baubranche (132,4 Punkte), während im Verkehrsgewerbe das Klima unterdurchschnittlich ist (96,7 Punkte).

Annährend die Hälfte (48,6 %) der Befragten stuft die aktuelle Geschäftslage als "befriedigend" ein. Während für 40,9 % der Unternehmen die eigene Lage "gut" ist, bewerten 10,6 % diese als "schlecht". Daraus ergibt sich ein vergleichsweise hoher Saldowert von +30,3 (Vorquartal: +32,5; Vorjahresquartal: +35,1)).

 

 

Rund zwei von drei Unternehmen (67,0 %) gehen von einer etwa gleichbleibenden Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten aus. Jeweils annährend gleich viele Unternehmen rechnen künftig mit einer "eher günstigen" bzw. "eher ungünstigen" Geschäftslage (16,6 % bzw. 16,3 %). Daraus ergibt sich ein Saldo von +0,3; im I. Quartal lag dieser noch bei +7,1. Die vergleichsweise schwächsten Erwartungen haben aktuell die befragten Unternehmen aus Niedersachsen (Antworten: 14,5 % "eher günstiger"; 17,7 % "eher ungünstiger"; Saldo: -3,2).

Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate sind in den Branchen Handel (Saldo: -6,0), Großhandel (Saldo: -13,0) und Verkehrsgewerbe (Saldo: -10,9) getrübt. Dagegen blicken die Baubranche (Saldo: +8,4) und auch die Dienstleistungsbranche (Saldo: +12,8) optimistisch auf die kommenden Monate.

Rund zwei von drei der befragten Unternehmen (65,7 %) planen, zum Ende des III. Quartals ihren Personalbestand im Inland in den kommenden zwölf Monaten in etwa beizubehalten. Während 21,6 % der Betriebe eine höhere Beschäftigtenzahl vorsehen, rechnen 12,7 % mit einem geringeren Personalbestand (Saldo: +8,9; I. Quartal: +10,5; Vorjahresquartal: +8,0).

Bereits seit fünf Jahren liegen die Investitionsplanungen auf einem höheren Niveau als die Personalplanungen. Ein Drittel der befragten Unternehmen (32,1 %) plant zusätzliche Investitionen in den kommenden zwölf Monaten und über die Hälfte (55,2 %) der Betriebe möchte zumindest unverändert investieren, während 12,7 % geringere Ausgaben beabsichtigen (Saldo: +19,4, I. Quartal: +19,0; Vorjahresquartal: +18,4).

 

 

Die Exportaussichten der Unternehmen verschlechtern sich, bleiben aber auch im Herbst 2018 insgesamt positiv. 24,8 % der Befragten erwarten für die kommenden zwölf Monate einen zu- und 13,5 % einen abnehmenden Umfang des Exportgeschäfts (Saldo: +11,3; I. Quartal: +15,9; Vorjahresquartal: +19,7). Der Rückgang der Exportaussichten ist insbesondere auf die Erwartungen des Verarbeitenden Gewerbes zurückzuführen (Saldo: +9,6; I. Quartal: +20,7; Vorjahresquartal: +19,7).

 

 

Handwerk im Fokus

Geschäftslage im Handwerk der Metropolregion Hamburg

Ein anhaltendes Konjunkturhoch meldet das Handwerk der Metropolregion Hamburg. Die Geschäftslage hat sich im III. Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals spürbar verbessert. Nach 60 % im Vorjahr beurteilen inzwischen sogar 67 % der befragten Handwerksunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Weitere 28 % sind aktuell zufrieden mit der Lage (Vorjahr: 35 %). Unverändert 5 % kommen zu einer schlechten Beurteilung der Geschäftslage. Der von den Handwerkskammern errechnete Geschäftsklimaindex liegt bei 134 Punkten*.

*Aufgrund einer angepassten Befragungsmethodik einer Kammer bei der Frage nach den künftigen Erwartungen ist der Wert nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar).

Die Zukunftserwartungen im Handwerk bleiben ebenfalls positiv: 19 % der befragten Handwerksbetriebe erwarten für die kommenden Monate, dass sich ihre Geschäftslage verbessern wird. Hingegen erwarten nur 8 % eine Verschlechterung. Mit 73 % gehen rund drei Viertel der Betriebe von einer unveränderten Geschäftslage aus.

Weitere Konjunkturindikatoren im Überblick

Ausnahmslos alle aktuellen Konjunkturindikatoren zeigen deutlich nach oben. Die befragten Handwerksbetriebe in der Metropolregion Hamburg verzeichneten im III. Quartal 2018 gestiegene Auftragsbestände und Umsätze. Auch die Beschäftigtenentwicklung und die Investitionstätigkeit waren positiv. Durch die hohe Nachfrage, gestiegene Einkaufspreise und Lohnzuwächse zog auch das Preisniveau von Handwerksleistungen spürbar an. Für die kommenden Monate erwarten die Betriebe weiterhin höhere Auftragsbestände sowie Umsatz- und Preissteigerungen. Die Beschäftigtenentwicklung und die Investitionen dürften stabil bleiben.

Geschäftsklimaindex nach Handwerksgruppen

Die Konjunktur im Handwerk ist weiterhin stark durch die hohe Nachfrage nach Bauleistungen geprägt. Spitzenreiter beim Geschäftsklimaindex ist das Ausbauhandwerk mit einem Wert von 139 Punkten. Es folgt das Bauhauptgewerbe mit einem Geschäftsklimaindex von 135 Punkten.

Annähernd ähnlich ist das Geschäftsklima im Handwerk für den gewerblichen Bedarf (131 Punkte), im Gesundheitshandwerk (131 Punkte) und im Nahrungsmittelhandwerk (130 Punkte).

Im Kfz-Handwerk werden 128 Punkte erreicht, während der Geschäftsklimaindex in den Personenbezogenen Dienstleistungshandwerken nur bei 119 Punkten liegt.

Handwerk in den Teilregionen der Metropolregion Hamburg

Im niedersächsischen Gebietsteil der Metropolregion Hamburg wird mit 141 Punkten der höchste Geschäftsklimaindex im Handwerk erreicht. Im schleswig-holsteinischen und im mecklenburg-vorpommerschen Gebietsteil liegt der Geschäftsklimaindex bei jeweils 131 Punkten. Für das Gebiet der Hansestadt Hamburg liegen für das dritte Quartal 2018 keine Daten zur Handwerkskonjunktur vor.

 

 

 

Zur Befragung

Die Handelskammer Hamburg, IHK Flensburg, IHK zu Kiel, IHK zu Lübeck, IHK Lüneburg-Wolfsburg, IHK zu Schwerin sowie IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum führen regelmäßig zum Quartalsende Konjunkturbefragungen bei ihren Mitgliedsunternehmen durch (bei der IHK zu Schwerin nicht im zweiten Quartal eines Jahres). An der Befragung zum dritten Quartal 2018 haben 1.443 Unternehmen mit Sitz in der Metropolregion Hamburg teilgenommen. Konjunkturauswertungen einzelner Industrie- und Handelskammern sind unter anderem erhältlich unter: www.dihk.de/konjunktur

Methodische Hinweise

Methodische Hinweise zu den Konjunkturbefragungen der Handwerkskammern sind online abrufbar unter: www.metropolregion.hamburg.de/konjunkturbarometer

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